Unsere Kommunikation wird immer schnelllebiger und mobiler. Frühzeitig sollte auf einen ausreichenden Schutz der Funkenübertragungstechnik geachtet werden.

Blog-Special #8: Überspannungsschutz für Mobilfunkanlagen

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In Österreich nutzen 96% der unter 30-Jährigen mobile Endgeräte. In der heutigen Gesellschaft ist die Kommunikation über Smartphone & Co. immer mehr zur Selbstverständlichkeit geworden. Komplexe, technische Abläufe sorgen dafür, dass unser modernes Kommunikationssystem wie gewohnt funktioniert.

Denn wird ein Telefon eingeschaltet, löst das bereits eine ganze Folge von Funksignalen aus. Zuerst wird Kontakt mit der nächsten Mobilfunkbasisstation eines Netzbetreibers aufgenommen, danach identifiziert die Station das Telefon und ortet seinen Standpunkt. Über hochfrequente elektromagnetische Felder erfolgt schließlich der Datenaustausch zwischen Telefon und Sendemasten. Schon kleine Ausfälle in dieser Kette können enorme Einschränkungen im gesamten System zur Folge haben. Um schwerwiegende Schäden von vorne herein zu verhindern, ist es umso wichtiger einen ausreichenden Schutz der Funkenübertragungstechnik zu berücksichtigen.

 

Konventionelle Mobilfunkanlagen

Konventionell aufgebaute Mobilfunkanlagen übertragen ihre Signale mittels Koaxial-Kabel von der Antenne zur Basisstation. Die komplette Funkübertragungstechnik findet in der Basisstation statt. Auch etliche Sekundärsysteme (z.B. Kühlung) sind hier untergebracht.

Im Falle eines Blitzeinschlages treffen Blitzströme auf den Kabelschirm des Koaxial-Kabels. Bestmöglichen Schutz gewährleistet Koaxiale-Überspannungsschutzgeräte am Mast an der Basisstation. Die AC-Versorgung wird optimal durch AC-Kombiableiter Typ 1+2+3 geschützt.

 

Anwendungsbeispiel für konventionelle Mobilfunkanlagen

 

Mobilfunkanlagen mit Remote Radio Head (RRH)

Bei Mobilfunkanlagen mit Remote Radio Head-Systemen (RRH) wird ein Großteil der Funktechnik auf Antennen in Mastnähe platziert. Vom RRH zur Basisstation wird das Signal meist über eine verlustfreie Glasfaserverbindung übertragen. Die Signal-Dämpfung wird so erheblich reduziert und die Übertragungsqualität verbessert. Das RRH wird direkt am Mast mit Gleichspannung versorgt. Durch die ausgelagerte Technik werden Kosten zur Kühlung und der Platzbedarf in der Basisstation erheblich gemindert. Zum Schutz empfindlicher Elektronik werden DC-Kombiableiter Typ 1+2 direkt am RRH und am Übergang zur Basisstation installiert. Die AC-Versorgung wird optimal durch AC-Kombiableiter Typ 1+2+3 geschützt.

Anwendungsbeispiel für RRH-Mobilfunkanlagen

 

Überspannungsschutz für Mobilfunkanlagen auf Gebäuden (RRH)

Gebäudeintegrierte Mobilfunkanlagen nutzen die Infrastruktur bestehender Gebäude und werden in das Blitzschutzkonzept integriert. Diese Variante wird oft innerorts aufgrund begrenzter Platzverhältnisse angewandt.

An den Zonenübergängen werden beispielsweise Blitzstrom- oder Kombiableiter installiert. In Inneren des Gebäudes vervollständigen Typ 2 oder Typ 2+3 Überspannungsableiter das Schutzkonzept.

Anwendungsbeispiel für Überspannungsschutz auf Gebäuden